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Was ist eigentlich Mobility?

  • Autorenbild: Coach Jannis
    Coach Jannis
  • 25. Apr. 2020
  • 2 Min. Lesezeit

In den letzten Jahren hat sich der Begriff Mobility immer weiter verbreitet und wird mittlerweile für fast alles verwendet. Mit der Blackroll ausrollen - Mobility, die Beine im Spagat an die Wand legen und dabei durch Facebook scrollen - Mobility, mit der Theragun die Beine locker - Mobility. Nach meiner Definition hat das alles recht wenig mit Mobility zu tun. Für mich ist Mobility = Krafttraining! Mobility ist die Fähigkeit ein Gelenk aktiv und kontrolliert durch seinen größtmöglichen Bewegungsradius zu führen. Dafür benötigen wir drei Dinge:

1. Beweglichkeit 2. Kraft 3. Kontrolle

Die (passive) Beweglichkeit ist die Grundvoraussetzung dafür, dass wir uns in einem bestimmten Bewegungsradius überhaupt bewegen können. "You can't move where you can't move". Diese ist im linken Teil des Bildes verdeutlicht. Eine externe Kraft bringt uns in einen bestimmten Bewegungsradius. Beweglichkeit ist somit ein zwingend notwendiger Baustein für die Mobility, jedoch nicht der einzige. Außerdem brauchst du die nötige Kontrolle über diesen Bewegungsradius. Das heißt du muss die Muskeln gezielt ansteuern können, um eine gewisse Position einzunehmen und auch die Kraft aufbringen können das jeweilige Gelenk in diese Position zu bewegen (rechter Teil vom Bild). Alle drei Komponenten sind wichtig für die "Mobility". Welche ist aber nun die wichtigste? Es kommt drauf an. Es kommt auf dich an. Je nachdem, welche Voraussetzungen du mitbringst und was deine Ziele sind, ist das eine oder das andere für dich wichtiger. Dies ist außerdem noch unterschiedlich für jedes einzelne Gelenk. Um herauszufinden, wo deine Schwachstellen liegen ist also ein persönliches Assessment notwendig. Da dies nicht für jeden umsetzbar ist, habe ich eine Gruppe erstellt, wo du einen Trainingsplan findest, welcher die häufigsten Baustellen abdeckt (zur Gruppe).




Ein großer passiver Bewegungsradius ohne die notwendige Kraft und Kontrolle bringt dir ein größere Verletzungsrisiko. Andererseits ist ein kleiner Bewegungsradius mit Kraft und Kontrolle auch nicht optimal, da es so zu Kompensationen kommt, welche langfristig zu Überbelastungen führen können (mehr dazu folgt bald). Das Ziel sollte es also sein einen ausreichend großen Bewegungsradius zu schaffen und diesen dann im vollen Umfang zu trainieren. Dieses Ziel soll durch Mobility-Training erreicht werden. Hierbei wird der Bewegungsradius vergrößert (wenn notwendig) und dann der (neue) Bewegungsradius gekräftigt – sowohl der verkürzte als auch der gedehnte. Mobility ist somit Krafttraining für die beiden Enden des Bewegungsradius.

Jetzt weißt du was ich meine, wenn ich von Mobility spreche. Hast du Fragen dazu? Dann schreibe diese gerne in die Kommentare. Wenn jemand anderes von Mobility spricht kann es sich dabei um etwas vollkommen anderes handeln. Dies muss nicht schlechter oder besser sein, aber es ist gegebenenfalls anders. Hinterfrage also was sich hinter einem so weitläufigen Begriff verbirgt, dann für jeden bedeutet es etwas anderes.



 
 
 

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©2023 Coach Jannis - Personal Trainer Jannis Röll

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